Nach einem Gespräch zwischen dem FPÖ-Europabgeordneten Gerald Hauser und dem identitären Aktivisten Martin Sellner, versucht die ÖVP mal wieder die FPÖ zu spalten.

Die österreichische Medienlandschaft tobt. oe24 beschwert sich über den „ungenierten“ Auftritt – was immer auch ein genierter Auftritt sein soll. Die linke (N?)GO SOS Mitmensch spricht von einem „Dammbruch“ und ruft den Verfassungsschutz auf den Plan.
„Wenn ein namhafter FPÖ-Abgeordneter öffentlich mit dem ,Identitären‘-Chef auftritt und ihn mit Lob und Huldigungen überschüttet, dann ist das nicht harmlos. Die FPÖ vollzieht damit den nächsten Radikalisierungsschritt und öffnet ihre Schleusen zum verfassungsfeindlichen Rand“, so SOS-Mitmensch-Sprecher Alexander Pollak.
ÖVP distanziert sich (mal wieder) ungefragt
Währenddessen distanziert sich die ÖVP Tirol eifrig, obwohl sie gar niemand gefragt hat. Der Migrationssprecher der ÖVP Tirol, Sebastian Kolland, beschwert sich über „die zur Schau gestellte Verbrüderung mit Martin Sellner, dem führenden Kopf der rechtsextremen Identitären“. Worum es Kolland eigentlich geht, wird sehr schnell klar:
Spaltungsversuch
„Die entscheidende Frage ist, welchen Kurs die FPÖ unter ihrem Klubobmann Markus Abwerzger einschlägt. Ob sich jener Flügel durchsetzt, der bewusst die Nähe zu rechtsextremen Provokateuren sucht, oder jene Kräfte, denen es wirklich um verantwortungsvolle und konstruktive Politik geht.“
Also erstens: Bei der Volkspartei glaubt man immer noch, den Freiheitlichen vorschreiben zu können, mit wem sie reden dürfen und mit wem nicht. Und zweitens: Man glaubt mal wieder, einen Spaltkeil in die FPÖ treiben zu können, indem man der einen Hälfte der Partei das Etikett „verantwortungsvoll und konstruktiv“ aufklebt, während man die andere Hälfte als Extremisten diffamiert.
Ein Zeichen der Schwäche
Sellner ist kein Terrorist – anders als die linksterroristischen Hätschelkinder des Systems, die in den letzten Monaten immer größere Anschläge verübt und nun in Berlin mehreren zehntausend Menschen bei Frost den Strom abgestellt haben. Er schreibt Bücher und hält Vorträge. Seine Ideen mögen kontrovers sein, aber sie basieren auf Fakten: Europa verliert seine Identität durch unkontrollierte Migration.
Die Empörung dient nur dazu, solche Debatten im Keim zu ersticken und die FPÖ zu diffamieren. Diese Hysterie ist ein Zeichen der Schwäche. Die etablierten Parteien fürchten den Aufstieg patriotischer Kräfte, weil sie die Wählerwanderung spüren. Hauser selbst steht auch nach der Skandalisierung zu dem Gespräch.

