Die britische Boulevardzeitschrift Daily Mail veröffentlichte eine Meldung, die überall aufgegriffen wird. Die Kugel die Charlie Kirk getroffen hat, soll nicht zum Gewehr des mutmaßlichen Schützen Tyler Robinson passen.

Die oben abgebildete Meldung der Kollegen von der Daily Mail ist, gelinde gesagt, dazu geneigt beim Leser eine falsche Schlußfolgerung hervorzurufen. In der Überschrift heißt es, die Kugel „did not macht rifle“, also passte nicht zum Gewehr, welches von den Behörden gefunden wurde und mit dem Tyler Robinson Charlie Kirk erschossen haben soll. Im ersten Satz heißt es dann auf einmal nur noch: „may not match the rifle“, also es könnte sein, dass sie nicht zum Gewehr passt.
Die Kugel splitterte
Wir gehen hier nur deswegen darauf ein, weil diese Meldung in verschiedensten Versionen inzwischen die Runde macht und behauptet wird, es sei bewiesen, dass der wegen Mordes an Charlie Kirk angeklagte Tyler Robinson unschuldig seien müsse, weil die Kugel nicht zum Gewehr passe. Nun ist seit November bekannt, dass die Kugel, die Kirk getroffen hat, an seinem Rückgrat gesplittert ist. Neu ist nun, dass die beauftragten Experten des amerikanischen AFT (Bureau of Alcohol, Tobacco, Firearms and Explosives, diese merkwürdige Zusammenstellung von Kompetenzbereichen stammt aus der Prohibitionszeit), erklärt hat, dass eine ballistische Identifikation der Tatwaffe deshalb nicht mehr möglich ist und die Anwälte Robinsons daraufhin eine Beweisantrag gestellt hat. Dies ist selbstverständlich das Recht des Angeklagten und in der Tat wirkt die Nichtidentifizierbarkeit im Prozess für ihn, weil sie die Gewissheit mindert, dass Robinson der Täter ist. Sie ist aber kein Beweis für das Gegenteil, oder für einen anderen Schützen.

