Die USS Gerald R. Ford, Amerikas modernster Flugzeugträger, ist auf dem Weg Richtung Iran. Doch nun sind die Toiletten verstopft. Schon wieder.

Der größte und teuerste Flugzeugträger aller Zeiten, die USS Gerald R. Ford (CVN-78), leidet unter permanenter Verstopfung. Eigentlich soll das Schiff mit seinen 90 Flugzeugen am bald erwarteten Angriff auf den Iran teilnehmen. Nun sind die Klos verstopft. Schon wieder. Der Träger, das modernste, größte und teuerste Schiff seiner Art, leidet am banalsten Konstruktionsfehler, der sich denken lässt.
Chronische Verstopfung
Die Rohre sind zu dünn. Die Pumpen zu schwach. Jeder Klempner kennt das Problem. Ständig sind die Klos verstopft. Nur in gigantischem Ausmaß. 4500 Besatzungsmitglieder treiben das Abwassersystem des „Superträgers“ an die technischen Grenzen. Ein Problem, das das Schiff seit seiner Indienststellung 2017 plagt und das mit dem Alter schlimmer wird. Seit 2023 gab es 42 Hilferufe wegen der Abwassersysteme, davon allein 32 im Jahr 2025. Nun sind in vier Tagen 205 der 650 Toiletten ausgefallen. Manche Reparaturen sind schnell, doch eine Säureereinigung der Abwassersysteme kostet 400.000 Dollar. Die einzige Frage ist: Wem nützt das? Seit 11 Monaten ist die Ford nun ununterbrochen im Einsatz. Sie war in der Karibik an der Entführung Maduros beteiligt. Dann kochte der Konflikt mit dem Iran wieder hoch. Das Schiff sollte längst wieder in den Hafen, doch andere Träger waren nicht verfügbar, also der Befehl in den Indischen Ozean.
Nerven am Ende, Einsatzbereitschaft katastrophal
Die Crew ist derweil mit den Nerven am Ende. Einige erklären inzwischen selbst gegenüber der Presse, dass sie die Navy verlassen wollen. Die Einsatzdauer der Ford wurde zum zweiten Mal verlängert. Andere Träger waren nicht verfügbar. Dass auf dem teuersten Flugzeugträger der Welt ständig die Klos verstopft sind, ist eine lustige Geschichte. Zumindest wenn man nicht seit 11 Monaten an Bord ist. Wenn die USA gegen China im Westpazifik bestehen wollen, ist die geringe Einsatzbereitschaft weniger komisch. Derzeit sind die Ford und die ältere Abraham Lincoln die einzigen beiden von 11 Trägern im Einsatz. In einigen Wochen könnte die George H. W. Bush dazustoßen. Von den vorgesehenen 5–6 Trägern zur gleichen Zeit ist das weit entfernt. Sollte die Ford ins Dock, um durch das ganze Schiff die Rohrleitungen zu verbreitern, wird sie so schnell auch nicht mehr auslaufen.


