Zwei Afghaninnen sollten als „Flüchtlinge“ eingeflogen werden. In Istanbul vertrödelten sie im Einkauf ihren Abflug. Der Steuerzahler holte sie mit dem nächsten Flug nach.

Shoppende Flüchtlinge
Trotz der Ankündigung der CDU, eine „Migrationswende“ einleiten zu wollen, werden weiterhin regelmäßig Migranten aus Afghanistan eingeflogen. Jüngst ereignete sich dabei ein Vorfall, der sinnbildlich für die deutsche Migrationspolitik steht. Am vergangenen Sonntag landete in Hannover erneut ein Flugzeug mit vermeintlich gefährdeten Afghanen. Das Besondere an diesem Flug: Gestartet war die Maschine mit 47 Personen, in Hannover kamen jedoch nur 45 an. Bei einem Zwischenstopp in Istanbul hatten zwei afghanische Frauen das Flugzeug verlassen, um am Flughafen ungestört shoppen zu können. In ihrem Kaufwahn verloren sie jedoch die Zeit aus den Augen und verpassten so das Flugzeug. Ein solcher Zwischenfall ist für die gut geölte deutsche Asylindustrie freilich kein ernstzunehmendes Problem. Die beiden Migrantinnen wurden kurzerhand auf Staatskosten mit dem nächsten Flug nachgeholt. Ein Sprecher des Auswärtigen Amtes lobte im Anschluss die rasche Reaktionszeit der Behörden.
Ortskräfte sind gar keine Ortskräfte
Nachdem die Taliban 2021 nach schweren Kämpfen die Kontrolle über Afghanistan übernommen hatten, kündigte die Bundesregierung an, die „Verantwortung“ für afghanische Ortskräfte übernehmen zu wollen. Gemeint sind dabei all jene Personen, die während des deutschen Einsatzes für Behörden tätig waren, etwa als Fahrer, Hilfspersonal oder Dolmetscher. Diesen Personen droht nun durch die neuen Machthaber eine unmittelbare Gefahr –zumindest laut deutscher Behörden. Dass die Taliban selbst jedoch eine Amnestie für die Ortskräfte erlassen hat und ankündigte von Racheakten gegen sie abzusehen stört die Bundesregierung jedoch nicht. Bis heute werden regelmäßig vermeintlich gefährdet Afghanen eingeflogen.
Geplant war ursprünglich, nur einige tausend tatsächliche Ortskräfte aufzunehmen. Doch inzwischen zeigt sich: Lediglich jeder Achte der Eingeflogenen war wirklich in dieser Funktion tätig. Der weitaus größere Teil besteht aus Familienangehörigen oder Personen aus der afghanischen „Zivilgesellschaft“, darunter etwa Frauenrechtlerinnen und andere, die sich für linksliberale Werte in Afghanistan eingesetzt haben. Auf diese Weise konnten bisher mehrere zehntausend Afghanen nach Deutschland geschleust werden – alles unter der Aufsicht deutscher Behörden.
Pakistan remigriert – Deutschland importiert
Während Deutschland zehntausende Afghanen per Flugzeug ins Land holt und Millionen Ausländer über den Sozialstaat versorgt, wählt Pakistan, ein Nachbar Afghanistans, den gegenteiligen Weg: Bereits 2023 kündigte Islamabad die millionenfache Remigration afghanischer Migranten an und setzt diese bis heute konsequent um. Während also Pakistan entschlossen handelt, importiert Deutschland weiter das, was andere Länder zurückschicken. Ausgerechnet Pakistan zeigt, wie Migrationspolitik funktionieren kann: eine der seltenen Situationen, in denen Deutschland von einem Staat der Dritten Welt lernen sollte.
