„Wir führen die Interventionen nun früher durch“

Nachdem die Epstein-Dokumente herausgegeben wurden, schoss sich die alternative Presse auf den größten Unfug ein. Dabei gibt es tatsächlich Erschreckendes. Es ist nur etwas anders.

Das aktuelle Bild hat keinen Alternativtext. Der Dateiname ist: Epstein-1.png
(Bildmontage: Offensiv!; Jefery Epstein: Palm Beach County Sheriff’s Department, Public domain, via Wikimedia Commons; Epsteins Privatinsel Little St James Island: Navin75CC BY-SA 2.0, via Wikimedia Commons)

Dass alternative Journalisten genauso wenig Quellenkunde zusammenbekommen wie ihre Mainstream-Kollegen, ist jedenfalls eine kalte Dusche aus diesen Epstein-Veröffentlichungen. Wir hier bei Offensiv Informiert! haben immer die Veröffentlichung gefordert und halten das unterm Strich auch immer noch für den einzigen Weg. Aber das macht es nicht zu seriösem Journalismus, die Fieberträume anonymer Hinweisgeber über kannibalistische Pädophilenorgien mit dem Vermerk „angeblich“ weiterzuverbreiten. Die alternative Presse hat in diesen ersten Tagen der Veröffentlichung einen erheblichen Glaubwürdigkeitsschaden erlitten.

Epstein war ein Fixer

Die politischen Hintergründe des Epstein-Skandals werden durch solche Clickbait-Hysterie nicht aufgeklärt. Epstein war ein Fixer, der einer ganzen Reihe von Reichen und Mächtigen ihre kleinen und größeren Laster besorgt hat. Was er politisch mit diesem Einfluss gemacht hat und im Auftrag von wem, das ist die relevante Frage. Nichts davon wird dadurch geklärt, dass Spinner im Internet sich mit den aberwitzigsten Anschuldigungen überbieten.

Dabei gibt es wirklich Entsetzliches in den Akten. Man muss nur suchen. So gibt es folgende E-Mail eines Mannes namens Robert Trivers an Jeffrey Epstein. Aus juristischen Gründen enthält sich Offensiv Informiert! jeglicher Spekulation darüber, welcher Robert Trivers hier gemeint sein könnte.


Das Originaldokument ist in der Epstein Bibliothek des amerikanischen Justizministeriums zu finden unter EFTA01013384.

„Von: Robert Trivers
An: Jeffrey Epstein
Betreff: Trans
Datum: Montag 17. Dez. 2018 04:52:10

Es ist sehr einfach – ich werde männlich zu weiblich mit weiblich zu männlich vergleichen.


Mit größerer molekularer Kontrolle über die Entwicklung sind wir immer besser in der Lage neuartige Phänotypen zu erzeugen – femininere Männer, indem wir Testosteronrezeptoren Blockieren (oder Kastration) und, zur gleichen Zeit, die Östrogenproduktion steigern – das erste verhindert männliche Züge, das zweite steigert weibliche Züge.

Maskulinere Frauen – hohe Testosterondosierung – unglaubliche äußere Effekte, sehr bärtige Männer von denen du nie glauben würdest, dass sie auch nur einen weiblichen Knochen im Körper haben.

Zuerst einmal – männlich -> weiblich ist etwa 4 mal häufiger, als weiblich ->männlich.

Das erste ist attraktiv – er ist eine Frau mit einem Schwanz, also wenn es deine Fantasie ist, einem Mann den Schwanz zu lutschen, aber andererseits komplett heterosexuell bist, dann wäre es viel schöner, wenn der Rest des Organismus weiblich ist, dann kriegst du das beste beider Welten.

Deshalb sind viele Transfrauen sehr attraktiv und machen einfach Geld, was wiederum, wie sie behaupten, sie in die Prostitution bringt, denn sie müssen jede Woche ordentlich blechen für die Spritzen, aber sie sind sexuell glücklich, — sobald sie das Mannesalter erreicht haben, verhindert nicht einmal Kastration das Gefühl eines Orgasmus.

Zum Vergleich, die armen weiblich-zu-männlich-Versionen, sie sind unglücklich und einsam – sie sind Männer mit Muschis, das schlimmste beider Welten.


Wenn du stinkende männliche Männer magst, dann willst den harten Schwanz, der dazugehört – du willst nicht eine der komplexesten und variabelsten Strukturen der Natur, die Muschi – das ist Gewohnheitssache – und nicht mit einem Mann.

Es gibt hunderte von weiblichen Transvideos und -websiten, ich habe nie eine männliche gesehen.

Nebenbei wir führen die Interventionen nun früher durch – also wenn du feststellst, dass dein 3-Jähriger Sohn Transtendenzen hat, dann intervenierst du nun mit Hormonen – ich hätte Angst das zu machen – aber wer weis?“

Das war alles öffentlich


Die Frankensteinnummer aus dieser Mail hat nichts mit einsamen Inseln oder geheimen Folterkellern zu tun. Die Mail stammt aus dem Jahr 2018, etwa der Beginn der ganzen Transwelle. Was Robert Trivers hier beschreibt war keine geheime Verschwörung. Das war alles öffentlich und wurde gefeiert. Es ist bis heute niemand zur Rechenschaft gezogen worden.