15 Minuten bevor Trump Verhandlungen mit dem Iran ankündigte, wurden verdächtige Marktaktivitäten festgestellt.

Gestern Morgen, am 23. März, verkündete Donald Trump um 07.05 Uhr ostamerikanischer Ortszeit, er stünde in direkten Verhandlungen mit der iranischen Regierung über die vollständige Einstellung der Kampfhandlungen. „Beruhend auf dem Tenor und dem Ton dieser tiefgreifenden, detaillierten und konstruktiven Gespräche, die die Woche über andauern werden, habe ich das Kriegsministerium angewiesen, alle Militärschläge gegen iranische Kraftwerke und Energieinfrastruktur für eine Periode von fünf Tagen aufzuschieben“, erklärte der US-Präsident.
Zeitstempel geändert
Inzwischen ist der entsprechende Post auf Trumps Plattform „Truth Social“ so ediert, dass als Uhrzeit 12.23 Uhr mittags als Zeitstempel erscheint. Das an sich könnte das Artefakt der Korrektur eines Rechtschreibfehlers sein. Aber bereits um 12.19 Uhr hatte CNBC einen Bericht über äußerst verdächtige Marktbewegungen veröffentlicht.
Am frühen Morgen
Am frühen Morgen um 6.50 Uhr schossen in New York an der Optionenbörse CME einmal elektronische Minifutures auf den S&P 500 Index in die Höhe. Jemand wettete dort sehr kurzfristig auf steigende Kurse. Fast zur selben Zeit verkaufte oder (wahrscheinlicher) leerverkaufte jemand für 580 Millionen Dollar Futures auf West Texas Intermediate, eine der am meisten gehandelten Sorten Rohöl, die als Richtwert für den allgemeinen Ölpreis an der Börse dient.
Millionen in Minuten, Verdacht auf Insiderhandel
Kurz darauf wurden Trumps Verlautbarungen bekannt. Der S&P 500 stieg um 2,5 Prozent. West Texas Intermediate Futures fielen um etwa 6 Prozent. Hier hat jemand Millionen in Minuten gemacht. Theoretisch könnten auch die Algorithmen von Computerhändlern der Grund für die plötzlichen Kursschwankungen sein, die Frage ist nur, wer das glauben soll. Sowohl die amerikanische Börsenaufsicht als auch die CME Group, der Betreiber der Optionenbörse CME, weigerten sich, sich gegenüber CNBC zu dem Fall zu äußern.


