Kontenkrieg: Rückschlag in zweiter Instanz

Martin Sellner kämpft seit Jahren um ein Konto. Nach Erfolg in der ersten Instanz verlor er nun in der zweiten. Doch er will weiterkämpfen.

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(Bildmontage: Offensiv Informiert!; Martin Sellner: C.Stadler/BwagCC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons; Erste Campus: ErstebankCC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons; Erste Bank Logo: Erste Group Bank AG, Public domain, via Wikimedia Commons)

Die Erste Bank Sparkasse verweigert Martin Sellner ein Geschäftskonto. Genauso wie sämtliche 339 anderen Banken in Österreich. Deswegen hatte das Handelsgericht Wien in erster Instanz einen sogenannten Kontrahierungszwang festgestellt. Die Erste Bank Sparkasse sei verpflichtet, mit Sellner einen Vertrag auf die Einrichtung eines Geschäftskontos abzuschließen.

Der am meisten debankte Mann Europas

Die Bank wollte das nicht akzeptieren und ging in Berufung. In der zweiten Instanz entschied nun das Landesgericht Wien, dass ein solcher Kontrahierungszwang nicht vorliege. Sellner bleibt damit, mit inzwischen 116 Kontokündigungen, der am meisten debankte Mann Europas.

In die dritte Runde

Sellner will nun in die dritte Instanz ziehen. Das Risiko ist hoch, denn der Verlierer wird die gesamten Kosten des Verfahrens und der Gegenseite zu tragen haben. Unmittelbar fallen erst einmal 4.234 € für Anwälte und Gerichtskosten an. Unterstützt wird Sellner bei seinem Rechtskampf vom Verein Hermes Medienförderung e. V.