„Nicht ganz so problematisch“ – Das neue Normal der Silvesterausschreitungen

400 Verhaftungen in Berlin. In Niederösterreich Verdoppelung der Feuerwehreinsätze. Hamburg: Abbruch eines Löscheinsatzes

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(Feuerwerk Berlin: Roy Zuo, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons)



Dass an Silvester nicht nur geböllert, sondern auch randaliert wird, ist das neue Normal im bunten Europa. In Deutschland freut sich die Berliner Polizei schon, wenn sie nur 400 Personen festnehmen musste. „Nicht ganz so problematisch verlaufen wie in den vergangenen Jahren“, fasst die Tagesschau die Einschätzung der Polizei zusammen.

130 Feuerwehreinsätze in Niederösterreich

In Niederösterreich verdoppelte sich dagegen die Zahl der Feuerwehreinsätze im Vergleich zum letzten Jahr. 130-mal musste die Feuerwehr zu diesem Jahreswechsel ausrücken.

Angriff auf Feuerwehr in Hamburg

Über solche Zahlen wären die Hamburger Kollegen froh. 1.350 Einsätze forderte der Jahreswechsel allein in der Hansestadt. Vor allem im ausländerstarken Stadtteil Steilshoop zielten Gruppen mit Feuerwerk auf Gebäude, griffen Polizei, Rettungskräfte und Passanten wiederholt mit Feuerwerk an. Den Versuch, einen brennenden Müllcontainer zu löschen, musste die Feuerwehr aufgeben und stattdessen die Polizei herbeirufen. Sie war von einem Mob aus 30 bis 40 Personen angegriffen worden. Insgesamt wurden in Hamburg zehn Polizisten so schwer verletzt, dass sie ihren Dienst nicht fortführen konnten.

Explosion in Schweizer Bar – Terroranschlag wird ausgeschlossen

Die mit Abstand schwersten Vorfälle dieses Jahreswechsels fanden jedoch in der Schweiz und in den Niederlanden statt. In Crans-Montana, einem Skiort im Kanton Wallis, explodierte die Bar „Le Constellation“. Mehrere Dutzend Menschen kamen zu Tode. Ein Anschlag wird allerdings ausgeschlossen.

Amsterdam: Vondelkirche brennt vollständig aus

War die Explosion in Crans-Montana das Unglück mit den höchsten menschlichen Verlusten, so ereignete sich der mit Abstand größte Kulturschaden in Amsterdam. Die Vondelkirche, eines der Wahrzeichen der Stadt, brannte vollständig aus. Der markante Turm der Kirche stürzte zusammen. Die Brandursache ist bisher ungeklärt.

Streamerin versucht vergeblich Vorurteile zu widerlegen

Eine humoristische Note hatte die Sylvesternacht allerdings auch zu bieten. Anlässlich des 10-Jährigen Jahrestages der sexuellen Ausschreitungen auf der Kölner Domplatte versuchte eine Streamerin namens „Kunshikitty“ Vorurteile gegenüber feiernden Migrantengruppen zu widerlegen. Schwer geschminkt, mit Glitzerhaarreif und in einem pinken Overall zog sie durch die entsprechenden Gruppen. Sie wurde mehrfach angegriffen und mit diversen Gegenständen beworfen, von denen sie einer leicht am Kopf verletzte.