Die EU feiert sich für ein Handelsabkommen mit Indien und das neue Mobilitätsabkommen für Inder nach Europa. Indien braucht Rücküberweisungen. Europa braucht aber keine Inder.

„Neuer EU-Mobilitätspakt eröffnet Gelegenheiten für indische Studenten und Berufstätige“. Während EU-Granden sich zu einer Freihandelszone von zwei Milliarden Menschen beglückwünschen, wird die Hindustan Times konkret. Für Indien ist der Mobilitätspakt mit Europa ein klasse Deal.
Modi, der Einwanderungsdealmaker
Während Ursula von der Leyen den Indern gegenüber davon schwafelt, dass die Menschen der größte Reichtum seien, weiß der indische Premierminister Modi genau, warum er überall in der Welt herumtingelt und versucht, diesen Reichtum Indiens als Einwanderer in fremde Länder zu schaffen.
Warum will er denn nicht, dass das „Humankapital“ Indiens vor Ort bleibt? Indien ist trotz allem ein hoffnungslos zurückgebliebenes Entwicklungsland. Die schiere Größe des 1,4-Milliarden-Volkes täuscht darüber leicht hinweg. Nur ein kleiner Teil der Gesamtbevölkerung ist nach modernen Standards ausgebildet. Die Fälschung akademischer Titel ist in dem Land hingegen eine ganze Industrie.
Indien braucht Rücküberweisungen
Rücküberweisungen von Auslandsindern bringen dem indischen Staat mehr, als wenn diese Leute im Land bleiben. Von 2020/21 auf 2025/26 stieg der Anteil von Rücküberweisungen am indischen BIP von 2,75 % auf 3,4 %. 135,5 Milliarden Dollar allein im Fiskaljahr 2025! Rücküberweisungen decken 47 % des Handelsdefizits ab. Mit 287 Milliarden Dollar hat Indien das zweitgrößte Handelsdefizit der Welt. Nur die Vereinigten Staaten liegen darüber. Aber anders als der US-Dollar ist die indische Rupie keine weltweite Reservewährung. Indien kann sein Defizit nicht aus der Druckerpresse bezahlen. Dafür schickt Modi seine Jugend ins Ausland, die dann zu Hause auch keine politischen Unruhen anzettelt, weil die Lebensverhältnisse immer noch miserabel sind.
Europa braucht keine Inder!
Also: Für Indien gibt es viele gute Gründe, dieses Mobilitätsabkommen abzuschließen. Für Europa keinen einzigen. Europa braucht weder indische Studenten noch indische Fachkräfte. Keine indischen Ingenieure oder indischen Programmierer. Und diese Behauptung, daß die wieder gehen werden hatten wir schon bei den ersten Gastarbeitern. Wie lange bis irgendein Gericht erklärt, daß die Rückführung dieser Inder gegen die Europäische Menschenrechtskonvention verstoßen würde? Noch mehr Einwanderer sind das Allerletzte, was Europa jetzt braucht. Und nein! Wir brauchen auch keinen gemeinsamen Markt mit einer Milliarde Slumbewohnern! Dass das Ganze jetzt auch noch als Stärkung europäischer Souveränität und Unabhängigkeit von den USA verkauft wird, ist noch der Gipfel des Wahnsinns!

