Vorfeldfinanzierung: Links und Rechts

In der AfD gibt es mal wieder Streit um das Vorfeld. Währenddessen schieben Linke im Westerwald einem lokalen Verein 31.000 Euro zu.

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(Bild: Nach Vorn: Textauszug: Landtag Rheinland-Pfalz)

Der Kontrast könnte nicht größer sein. Ein Journalist befragt den Bundestagsabgeordneten und rechtspolitischen Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion, Tobias Peterka, zur Finanzierung des Vorfeldes durch die AfD. Konkret ging es um die Bürgerinitiative EinProzent, die in der Tat von zahlreichen AfD-Abgeordneten unterstützt wird.

Statt zur Unterstützung seiner Parteifreunde für zahlreiche Projekte einer echten Zivilgesellschaft zu stehen, wich Peterka aus, redete von einem Vorfeld, das der AfD untergeschoben würde, und verwies auf die Unvereinbarkeitsliste. Für diesen Umfaller vor dem politischen Gegner erntete Peterka scharfe Kritik aus den eigenen Reihen.

Harsche Kritik

„Wir arbeiten mit einem vielfältigen und engagierten Vorfeld zusammen. Es gibt keinen Grund, sich davon zu distanzieren. Mir ist auch keine Unvereinbarkeitsliste bekannt, auf der EinProzent steht. Wie andere Abgeordnete auch unterstütze ich diese Bürgerinitiative seit langem!“, kommentierte der Bundestagsabgeordnete Robert Teske. Sein Kollege Torsten Braga fügte hinzu: „Auf diesen – gelinde gesagt – unglücklichen Auftritt auch noch so stolz zu sein, dass man ihn selbst verbreitet, muss man erst einmal schaffen“. Die AfD Bayern hat das entsprechende Video inzwischen gelöscht.

31.000 Euro für linken Provinzverein

Wie der Zufall es will, deckte ausgerechnet ein von EinProzent unterstütztes Projekt, das Format „Nach Vorn“ um den jungen Aktivisten Simon Thiele, dieser Tage das Ausmaß linker Vorfeldverstrickungen bis in die tiefste Provinz auf. Im letzten Winkel des Westerwalds ist eine Organisation namens „Demos e. V.“ tätig. Deren Funktionäre sind nicht nur bestens in das Fleischtopfsystem aus Vereinen, Schulen und „wohltätigen“ Organisationen vernetzt, die in Deutschland als Arbeitgeber für Linksextremisten herhalten müssen. Wie eine Anfrage des Landtagsabgeordneten Damian Lohr zutage förderte, wurde der Verein im Haushaltsjahr 2025 vom Bundesland Rheinland-Pfalz mit 31.000 Euro gefördert.

Kein Grund sich zu verstecken

31.000 Euro für einen linken Provinzverein! Jeder, der einmal Einblick in die Mittel hatte, mit denen Vorfeldorganisationen der AfD auskommen müssen, weiß, dass 31.000 Euro hier selbst für bundesweit tätige Organisationen eine gigantische Summe sind. Klar, dieses Vorfeld erhält nicht einen einzigen Cent direkter Staatsförderung. Sofern Staatsgelder dort landen, handelt es sich um Spenden aus dem Privateinkommen von Abgeordneten der AfD. Angesichts dieses Missverhältnisses braucht man ob frecher Nachfragen irgendwelcher Journalisten wirklich nicht ins Schwimmen zu geraten. Wer „Nach Vorn“ helfen will die Kosten für die Recherche zu decken, kann dies übrigens hier tun.